Jürgen Kehrer: Lambertussingen

lambertuskehrer

Dies ist der zwei­te Teil der Bas­ti­an-Matt-Rei­he vom Wils­berg-Erfin­der, die etwas im Müns­te­ra­ner Umfeld spie­len soll: Ein Frau­en­mör­der zieht mit sei­nem Cam­ping­wa­gen durchs Müns­ter­land und ori­en­tiert sich beim Töten am Lied des Lam­ber­tus­sin­gens.

Keh­rer legt in die­sem Fall Wert auf die kor­rek­te Beschrei­bung von Poli­zei­ar­beit und Täter­psy­cho­lo­gie. Lei­der geht dies stark zu Las­ten der eigent­li­chen Geschich­te, denn die ist abge­lutscht, unspan­nend, witz­los und vor­her­seh­bar. Und wenn Keh­rer der asia­ti­schen Gerichts­me­di­zi­ne­rin andich­tet, dass sie dau­ernd deut­sche Sprich­wör­ter anwen­det und dies kon­se­quent falsch, dann nervt das irgend­wann nur noch. Lokal­ko­lo­rit besitzt das Buch kei­nen, die Figu­ren­zeich­nung ist sub­stanz­los, es ist bei aller Span­nungs­lo­sig­keit nicht schlecht geschrie­ben, hier­bei auch bes­ser als der Rest der Müns­ter­land­kri­mis, aber ohne rech­ten Pfiff.

Eine Lese­emp­feh­lung für alle, die bei die­ser Serie am Ball blei­ben wol­len, und für Kri­mi­le­ser, die auf Ner­ven­kit­zel ver­zich­ten möch­ten.

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