Tiemanns Peinlichkeiten

Schon lan­ge nicht mehr WN-Chef­re­dak­teur und CDU-Fan Nor­bert Tie­mann behan­delt, aber es gibt ihn noch. Gera­de hält er sich spe­zi­el­les psy­cho­lo­gi­sches Wis­sen über Ger­hard Schrö­der zu Gute:

Es mag mensch­lich ver­ständ­lich sein, dass Schrö­der die sei­ner­zeit welt­weit Irri­ta­tio­nen aus­lö­sen­de Geburts­tags­um­ar­mung mit dem mili­tä­ri­schen Pro­vo­ka­teur Putin im Nach­hin­ein öffent­lich zu recht­fer­ti­gen ver­sucht, indem er sich zu einem der Erfolgs-Väter auf­schwingt. Offen bleibt dabei aller­dings, wel­che der Ges­ten denn nun die pein­li­che­re ist.

Es geht um die Frei­las­sung der OSZE-Mit­ar­bei­ter. Tie­mann unter­stellt, Schrö­der wol­le sich die­se auf die eige­nen Fah­nen schrei­ben. Und das sei pein­lich. Schon blöd, wenn die Mer­kel im Ukrai­ne-Kon­flikt noch nichts geris­sen hat, und ihr Vor­gän­ger unge­fragt auf dem Par­kett erscheint.

Nun ist Schrö­der nicht der Ein­zi­ge, der meint, er kön­ne posi­tiv auf die Frei­las­sung der Gei­seln ein­ge­wirkt haben. Der ehe­ma­li­ge Gene­ral­in­spek­teur der Bun­des­wehr, Harald Kujat, hat vor knapp 2 Wochen in den Raum gestellt, man müs­se womög­lich Schrö­der für sei­nen Ein­satz dank­bar sein. Gre­gor Gysi sieht das ähn­lich. Und Vol­ker Kau­der auch.

Wie Tie­mann jetzt dar­auf kommt, Schrö­der wol­le mit sei­nem Gespräch über die OSZE-Gei­seln die Umar­mung von Putin zu sei­nem Geburts­tag kaschie­ren, das ver­steht wohl wie­der ein­mal nur Tie­mann selbst. Als ob Gas-Gerd so etwas pein­lich wäre.

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