Tiemann über Hoeneß

Hoe­neß, das ist bei der WN Chef­sa­che (heu­te in der WN, Link folgt).

kein Jour­na­list hat in die­sen Tagen mit Uli Hoe­neß gespro­chen. Die Suche nach Moti­ven für sei­nen plötz­li­chen Ent­schluss, ins Gefäng­nis zu gehen, sind und blei­ben daher rei­ne Spe­ku­la­ti­on.

Zumin­dest für Jour­na­lis­ten, denen ent­gan­gen ist, dass Uli Hoe­neß sei­ne Moti­va­ti­on selbst erklärt hat:

Nach Gesprä­chen mit mei­ner Fami­lie habe ich mich ent­schlos­sen, das Urteil des Land­ge­richts Mün­chen II in mei­ner Steu­er­an­ge­le­gen­heit anzu­neh­men. Ich habe mei­ne Anwäl­te beauf­tragt, nicht dage­gen in Revi­si­on zu gehen. Das ent­spricht mei­nem Ver­ständ­nis von Anstand, Hal­tung und per­sön­li­cher Ver­ant­wor­tung. Steu­er­hin­ter­zie­hung war der Feh­ler mei­nes Lebens. Den Kon­se­quen­zen die­ses Feh­lers stel­le ich mich.

Vom Spe­ku­lie­ren möch­te Tie­mann aber dann doch nicht die Fin­ger las­sen:

Gänz­lich unbe­ant­wor­tet näm­lich ist bis­lang die Fra­ge nach der Her­kunft der drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trä­ge, die ihn erst in den Spe­ku­la­ti­ons- und Betrugs­wahn­sinn getrie­ben haben.

Das Geld ist schuld. Nu wis­sen wir’s.

Hoe­neß […] ver­dient kein Mit­leid, wohl aber Respekt.

Wofür noch­mal? Dafür, dass er ins Gefäng­nis geht und sich nicht zuhau­se ver­schanzt?

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