Lesezeichen vom 20.06.2018

  • Eine Woche an der Ber­li­ner Obdach­lo­sen-Uni — VICE “Eine 17-Jäh­ri­ge bringt 70-Jäh­ri­gen Hartz-IV-Emp­fän­gern Eng­lisch bei, im Uni-Thea­ter spie­len tro­cke­ne Alko­ho­li­ker böser Wolf. Und auch sonst gilt: Der Weg ist das Ziel. ”
  • Die dunk­le Macht, die beim “Stern” Regie führt | Über­me­di­en Ste­fan Nig­ge­mei­er: “Wir aber blen­den uns zum Abschied noch ein­mal kurz in das Edi­to­ri­al des Chef­re­dak­teurs ein. Er hat­te sich erin­nert, wie vor „fast genau drei Jah­ren“ das Paläs­ti­nen­ser-Mäd­chen Reem in einer Fern­seh­sen­dung Ange­la Mer­kel unter Trä­nen über ihr unge­wis­ses Schick­sal in Deutsch­land berich­te­te. Und was hat Reem mit der ermor­de­ten Susan­na F. gemein? Ach­tung: Sie waren bei­de 14 Jah­re alt. Chris­ti­an Krug nennt das einen „grau­sa­men Zufall“.”
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Lesezeichen vom 19.06.2018

  • Asyl­po­li­tik: Die fünf Mythen der CSUZEIT ONLINE “1. See­ho­fer hat nicht das Recht, Flücht­lin­ge an der Gren­ze abzu­wei­sen. 2. Grenz­kon­trol­len lösen das eigent­li­che Pro­blem nicht. 3. Es besteht kein aku­ter Hand­lungs­be­darf 4. Mer­kel hat 2015 nicht Rechts­bruch began­gen. 5. Die CSU will kei­ne euro­päi­sche Lösung.”
  • Lob­by­ing für Leis­tungs­schutz­recht: Gün­ther Oet­tin­gers Dok­trin — taz.de “Dass Voss aus­ge­rech­net Axel-Sprin­ger als Leid­tra­gen­den nennt, einen Ver­lag, der im ver­gan­ge­nen Jahr knapp 380 Mil­lio­nen Euro Gewinn gemacht hat, zeigt zumin­dest, wie erfolg­reich Sprin­ger sich in den Kopf eini­ger Par­la­men­ta­ri­er gesetzt hat.”
  • Fried­helm Greis: Die zehn Mythen des Leis­tungs­schutz­rechts “Am Mitt­woch gibt es eine wich­ti­ge Abstim­mung zum Leis­tungs­schutz­recht im Euro­pa­par­la­ment. Lei­der wer­den von den Ver­fech­tern des Geset­zes immer wie­der Argu­men­te ins Feld geführt, die kei­ner Über­prü­fung stand­hal­ten. ”
  • Hans Mai­er: “Ich erken­ne das C in der CSU nicht wie­der” “Im Augen­blick ist lei­der eine Kri­se im Ver­hält­nis der bei­den Par­tei­en CDU und CSU, aus­ge­löst, das möch­te ich fest­hal­ten, durch die CSU. Und dass aus­ge­rech­net die Flücht­lings­po­li­tik jetzt als Schei­dungs­grund her­vor­tritt, das ist gro­tesk, das ist aben­teu­er­lich. Denn die christ­li­chen Par­tei­en sind ja auf die Men­schen­wür­de ver­pflich­tet, auf das Ein­tre­ten für die Ver­folg­ten, auf die Antrie­be der zehn Gebo­te, die Bot­schaft Jesu. Der Sozi­al­staat wäre gewiss ohne den Impuls der Nächs­ten­lie­be nicht ent­stan­den. Dass die­ser Streit über das Asyl­recht nun die bei­den Par­tei­en, die sich christ­lich nen­nen, trennt und ent­zweit, das kann ich über­haupt nicht ver­ste­hen.”
  • Organ­ver­sa­gen — kreu­zer online “»Vie­le Kol­le­gen haben mich in die­ser Hal­tung unter­stützt. Was ich aber auch erleb­te, war mas­si­ve Gegen­wut.« Kei­ne Rede davon, dass der DJV-Vor­sit­zen­de ihm wider­sprach und mein­te, dass Jour­na­lis­ten natür­lich gegen die AfD demons­trie­ren dür­fen. Kei­ne Rede von dem Dos­sier bei Zapp, das aus­führ­lich und begrün­det erklärt, wo Macho­w­ecz in sei­ner Annah­me falsch liegt. Kei­ne Rede von den hun­der­ten Twit­ter-Nut­zern, die sach­lich mit ihm dis­ku­tiert haben. Statt­des­sen spricht er also von Gegen­wut und schreibt in sei­nem Text nun über »einen Umgang mit der AfD, der mir Sor­gen macht«. Er behaup­tet ein­fach mal: »Mit jedem Radi­ka­li­sie­rungs­schub der AfD ent­wi­ckeln mehr Leser, Poli­ti­ker, Jour­na­lis­ten­kol­le­gen das Gefühl, dass auch die Abgren­zung von der AfD radi­ka­ler wer­den müs­se.« Eine neue Eska­la­ti­ons­stu­fe im Umgang mit der Par­tei sei erreicht. »Vie­le fin­den, sie müs­se jetzt end­lich weg, sie müs­se nie­der­ge­brüllt wer­den.« Dafür bringt Macho­w­ecz kei­ne Bele­ge. ”
  • Dich­ter Rei­ner Kun­ze: “Sprach­gen­de­ris­mus ist eine aggres­si­ve Ideo­lo­gie” “Wer die­se Aus­drucks­mög­lich­kei­ten für sein natür­li­ches Geschlecht als dis­kri­mi­nie­rend emp­fin­det und ihren Gebrauch bekämpft, bekämpft die Spra­che, indem er ihre Ver­ar­mung beför­dert.”
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Lesezeichen vom 18.06.2018

  • Jaros­lav Rudiš: Nacht­ge­stal­ten “Max und Peter sind bes­te Freun­de. Sie haben mal in einer Rock­band gespielt, haben zusam­men stu­diert, gewohnt und die sel­be Frau geliebt. Spä­ter haben sie sich län­ger nicht gese­hen. Heu­te Nacht sind sie wie­der unter­wegs, so wie frü­her.”
  • Wer­ner Schif­fau­er zur Kri­se der Uni­on Es kön­ne kei­nen Mas­ter­plan für Migra­ti­on geben, sagt der Kul­tur- und Sozi­al­an­thro­po­lo­ge Wer­ner Schif­fau­er, Vor­sit­zen­der des unab­hän­gi­gen Rats für Migra­ti­on. Er sieht die Ant­wort in klei­nen dezen­tra­len Ansät­zen
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Lesezeichen vom 15.06.2018

  • Der “Gru­ben­hund” der Tita­nic: Sati­re darf alles “In der Fol­ge war die Sati­re­tech­nik „Gru­ben­hund“ immer wie­der ein belieb­tes Mit­tel, um auf­zu­zei­gen, wie leicht Medi­en auf Falsch­mel­dun­gen rein­fal­len. Und das macht den „Gru­ben­hund“ eben – wie auch Hürt­gens Tweet – nicht zu „Fake News“, son­dern im Gegen­teil zur War­nung vor eben sol­chen Falsch­mel­dun­gen. Das Ziel von Sati­re ist es nicht, Mei­nun­gen zu mani­pu­lie­ren oder Stim­mung zu machen, son­dern Redak­tio­nen und Leser dar­auf hin­zu­wei­sen, kri­tisch mit Nach­rich­ten umzu­ge­hen.”
  • Der eigent­li­che BAMF-Skan­dal – erst der Ruf­mord, dann die Recher­che? | beck-com­mu­ni­ty
  • Film über G20-Poli­zei­ge­walt: Wen­de­punkt Schan­zen­vier­tel — taz.de “Ein lin­kes Film­kol­lek­tiv hat die Pro­tes­te zum G20-Gip­fel auf­ge­ar­bei­tet. Die Doku­men­ta­ti­on ist eine Abrech­nung mit dem Sicher­heits­staat.”
  • Lin­ke Samm­lungs­be­we­gung: Inter­na­tio­na­le ohne Soli­da­ri­tät | ZEIT ONLINE Mely Kiyak: “Sol­len Wagen­knecht und Lafon­tai­ne doch sagen, was sie anstre­ben. Näm­lich, end­lich ein­mal Füh­rer einer links-natio­na­lis­ti­schen, anti­ame­ri­ka­ni­schen, pro-rus­si­schen, flücht­lings-und migra­ti­ons­feind­li­chen Par­tei mit Min­dest­lohn und Ver­mö­gens­steu­er zu wer­den. Kurz: Rosa Luxem­burg und Karl Lieb­knecht für Arme – arme Deut­sche, wohl­ge­merkt. ”
  • Anis Amri und die Riga­er Stra­ße: Eine Fra­ge der poli­ti­schen Prio­ri­tä­ten — taz.de “Hat die Poli­zei die Obser­vie­rung des Breit­scheid­platz-Atten­tä­ters ein­ge­stellt, um sich auf die Räu­mung der Riga­er Stra­ße zu kon­zen­trie­ren?”
  • Nuklea­rer Win­ter: Atom­krieg ist eine noch düm­me­re Idee als bis­her gedacht — Spek­trum der Wis­sen­schaft Lars Fischer: “Mehr als 10 000 Atom­bom­ben gibt es auf der Welt — doch wie vie­le davon könn­te ein Land ein­set­zen, ohne sich selbst mas­siv zu scha­den? Wis­sen­schaft­ler haben nach­ge­rech­net.”
  • Uni­ons­streit: Lässt die CSU wegen der Flücht­lings­po­li­tik die Koali­ti­on plat­zen? — Main-Post Uli Bach­mai­er: “Bezeich­nend für die Stim­mung in der Land­tags-CSU wie in der Staats­re­gie­rung ist, dass ein der­ar­ti­ges Sze­na­rio dort kei­ner­lei Schre­cken mehr ent­fal­tet. Ob ein Bruch mit der Kanz­le­rin und CDU-Che­fin der CSU lang­fris­tig nüt­ze oder scha­de – wer wis­se das schon? Kurz­fris­tig aber gebe es für die CSU in Bay­ern kei­nen ande­ren Weg, „sonst ist die AfD irgend­wann bei 20 Pro­zent“. Des­halb ste­he fest, so heißt es aus dem Vor­stand der Land­tags­frak­ti­on, dass es „eine schnel­le Ent­schei­dung geben muss“. Die Marsch­rou­te lau­te „maxi­ma­le Kon­fron­ta­ti­on“ – ent­we­der Mer­kel gibt nach und schwenkt auf See­ho­fers Kurs in der Flücht­lings­po­li­tik ein oder sie ist „schnel­ler Geschich­te, als ihr lieb sein kann“. Eine mög­li­che Kom­pro­miss­for­mel wie zuletzt im Streit um eine Ober­gren­ze für Flücht­lin­ge gebe es nicht.”
  • Antrag auf Par­tei­tag: Die Lin­ke, Syri­en und das Gift­gas | faktenfinder.tagesschau.de “Die OPCW hat erneut einen Bericht über Gift­gas in Syri­en vor­ge­legt. Die UN hat­ten zuvor mehr als 30 Ein­sät­ze doku­men­tiert. Doch auf dem Par­tei­tag der Lin­ken wur­de behaup­tet, es gebe gar kei­ne Bewei­se.”
  • Micky Bei­sen­herz: Es gibt kein rich­ti­ges Jubeln im fal­schen “Heu­te prä­sen­tie­ren sich deut­sche Natio­nal­spie­ler lächelnd mit Auto­kra­ten wie Erdo­gan, die Ägyp­ter um Mo Salah schar­wen­zeln deko­ra­tiv wie Cor­gi­es um den tsche­tsche­ni­schen Tyran­nen Kady­row (selbst für Putin so etwas wie Putin) her­um — Kim Jong Un muss fast ent­täuscht gewe­sen sein, dass ihm statt Mes­si nur ein schlecht gekämm­ter Orang Utan geschickt wur­de. Der Kapi­tän der mexi­ka­ni­schen Natio­nal­elf ist mut­maß­li­cher Geld­wä­scher der Dro­gen­ma­fia und sei­ne Team­kol­le­gen neh­men ihn nur des­halb nicht ins Gebet, weil sie zu beschäf­tigt sind, sich bei ihren Frau­en für eine Orgie mit 30 Pro­sti­tu­ier­ten zu ent­schul­di­gen.”
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Lesezeichen vom 13.06.2018

  • Gip­fel in Sin­ga­pur: Trumps bizar­res Video für Kim ” Vie­le Anwe­sen­de bei der Pres­se­kon­fe­renz von US-Prä­si­dent Donald Trump nach dem Gip­fel glaub­ten, dass die­se Bil­der zu einem Pro­pa­gan­da­vi­deo Nord­ko­reas gehör­ten. Doch es ist ein von Trump in Auf­trag gege­be­ner Hol­ly­wood-Trai­ler für die Geschich­te, die er schrei­ben möch­te: “Nur eine klei­ne Zahl von Men­schen wird einen blei­ben­den Ein­fluss hin­ter­las­sen. Und nur sehr weni­ge wer­den Ent­schei­dun­gen tref­fen, die ihre Hei­mat erneu­ern und den Lauf der Geschich­te ver­än­dern.””
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Lesezeichen vom 12.06.2018

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Lesezeichen vom 18.06.2018

  • Jaros­lav Rudiš: Nacht­ge­stal­ten “Max und Peter sind bes­te Freun­de. Sie haben mal in einer Rock­band gespielt, haben zusam­men stu­diert, gewohnt und die sel­be Frau geliebt. Spä­ter haben sie sich län­ger nicht gese­hen. Heu­te Nacht sind sie wie­der unter­wegs, so wie frü­her.”
  • Wer­ner Schif­fau­er zur Kri­se der Uni­on Es kön­ne kei­nen Mas­ter­plan für Migra­ti­on geben, sagt der Kul­tur- und Sozi­al­an­thro­po­lo­ge Wer­ner Schif­fau­er, Vor­sit­zen­der des unab­hän­gi­gen Rats für Migra­ti­on. Er sieht die Ant­wort in klei­nen dezen­tra­len Ansät­zen
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Jürgen Flenker – Das Rattenorakel

Falls jemand noch ein Büch­lein sucht, das er unter den Weih­nachts­baum legen möch­te, her­ge­hört: Die­ser klei­ne Schmö­ker zählt zumin­dest sprach­lich zum Bes­ten, was das müns­ter­län­di­sche Kri­mi-Gen­re zu bie­ten hat. Das kommt dann vor allem den Figu­ren zu Gute, die der Spra­ke­ler Autor in sei­ner Geschich­te zu bie­ten hat: Kom­mis­sar Rico Wen­de, der vom Leben etwas gebeu­telt, solo und sei­ne Mut­ter im Auge habend, eine Serie ver­miss­ter Kin­der auf­zu­spü­ren hat. Ja, ein Rat­ten­fän­ger wie der aus Hameln ist im Müns­ter­land unter­wegs, eine Idee, die blö­de klingt und blö­de ist. Das ist dann auch der Haupt­ma­kel die­ses Schmö­kers: Span­nung kommt nicht auf; dass aus der Täter­sicht erzählt wird – ein alter Regio­nal­kri­mi­hut; das Motiv des Täters – gänz­lich uner­klär­lich; die Auf­lö­sung – schnell ver­ges­sen. Und den­noch: Für Inter­es­sier­te an Regio­nal­li­te­ra­tur eine unter­halt­sa­me Lek­tü­re.

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