Jürgen Kehrer – Bären und Bullen

Ich hat­te mich vor Kur­zem gewun­dert, dass ich doch schon seit län­ge­rem kei­nen Wils­berg-Kri­mi mehr zur Hand genom­men habe. Aber bei die­sem Bänd­chen ist es mir wie­der deut­lich vor Augen geführt wor­den: Die Buch­se­rie ist lang­wei­lig, span­nungs­arm, die Kri­mi­auf­lö­sung kommt aus dem Nichts und ange­staubt ist die Buz­zword gespick­te Bör­sen­ge­schich­te aus den 90ern auch.

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Detlef Krischak – Brautmorde

In Erwar­tung des nächs­ten Ibben­bü­ren-Kri­mis habe ich mal den ers­ten Ems­land-Kri­mi des­sel­ben Autors vor­ge­nom­men. Aber ach: Bei die­ser Braut­mor­den­show ist alles Sche­ma F, kei­ne Span­nung, kei­ne inter­es­san­ten Wen­dun­gen, die Auf­lö­sung in wie gehab­ter Selbst­ge­sprächs­ma­nier, die dahin­ter­lie­gen­den Beweg­grün­de so unlo­gisch wie unin­ter­es­sant. Wei­ter­war­ten ist ange­sagt.

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Detlef Krischak – Der Rosenfälscher: Das zweite ich

Ich habe schon etwas län­ger kei­nen Lokal­kri­mi mehr in die Hand genom­men, da ich, ehr­lich gesagt, die Qua­li­tät nicht mehr abkonn­te: Zu vie­le schlecht geschrie­be­ne Pas­sa­gen, irr­wit­zi­ge Hand­lungs­ver­läu­fe, kei­ne Span­nung, kein Lokal­ko­lo­rit, das will man nicht immer und immer wie­der lesen. Aus wel­chem Grund ich die­sen Schmö­ker danach den­noch wie­der in die Hand genom­men habe, weiß ich gar nicht mehr.

Um so freu­di­ger ist die­ser Ibben­bü­ren-Kri­mi: Vie­le Figu­ren, die cha­rak­ter­lich ver­schie­den ein­ge­führt wer­den, eine dra­ma­ti­sche Hand­lung und das alles ver­ziert mit Streif­zü­gen durchs Ems- und Teck­len­bur­ger Land. Es geht um Ent­füh­rung, Mord und kran­ke See­len, um den Poli­zei­all­tag, bei des­sen Beschrei­bung Klaus Burandt zur Sei­te stand, und schod­de­ri­ge Pro­vinz­na­sen. Die Spra­che ist pas­send und ohne Bruch (zwei Recht­schreib­feh­ler fal­len nicht ins Gewicht). Ein Kri­mi­nalschmö­ker, der ver­film­bar ist (wie groß­ar­tig wäre das denn) und es locker mit Unter Fein­den auf­neh­men kann.

Die psy­cho­lo­gi­sche Situa­ti­on des Täters (er hat doch sei­ne Jugend­lie­be bekom­men) wird mir inhalt­lich nicht recht klar, die Span­nung wird nicht durch­weg gehal­ten, wie­so die Ver­fol­gungs­jagd unbe­dingt in die Ibben­bü­re­ner Innen­stadt führt: kei­ne Ahnung; dass der Ibben­bü­re­ner Kom­mis­sar Cars­ten heißt: Groß­ar­ti­ge Idee.

Falls also noch jemand kurz­fris­tig ein Geschenk zu Weih­nach­ten sucht: Für Kri­mi­le­ser ist dies eine ech­te Emp­feh­lung.

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Die Bezahlschranke bei der WN


Jetzt hat auch die Zei­tung West­fä­li­sche Nach­rich­ten eine Art Bezahl­schran­ke run­ter­ge­zo­gen: 5 Arti­kel monat­lich sind frei zugäng­lich, danach kommt wohl ein „Wir müs­sen drau­ßen bleiben“-Schild. Klingt wie die Bezahl­schran­ke der NOZ, klingt nach Cache lee­ren, wei­ter­le­sen.

Im Digi­tal­zeit­al­ter ent­wi­ckelt sich das Nach­rich­ten­ge­schäft in rasan­tem Tem­po. Die Nut­zer erwar­ten an sie­ben Tagen pro Woche und fast rund um die Uhr eine ver­läss­li­che, sorg­fäl­tig recher­chier­te und vor allem top­ak­tu­el­le Nach­rich­ten­ver­sor­gung. […] Die neue App ist ein wei­te­rer Mei­len­stein in dem Bemü­hen, all die­se Inter­es­sen bei gleich­blei­bend hoher jour­na­lis­ti­scher Qua­li­tät zu befrie­di­gen. […] Um all die­se Inhal­te und Ser­vices auch zukünf­tig bei glei­cher Qua­li­tät anbie­ten zu kön­nen, wird der Zugriff auf digi­ta­le Arti­kel bezahl­pflich­tig.

Ja, wir reden immer noch über die WN, man wun­dert sich schon, was für ein PR-Sprech da gefa­selt wird.

Für 9,90€ bekommt man einen bar­rie­re­frei­en Zugang, will man ein ePa­per samt einer Lokal­aus­ga­be, kos­tet das 33,30€ – 10€ teue­rer als bei der NOZ. Das scheint mir ein Ange­bot ohne Ziel­grup­pe zu sein.

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ivz – deutsch, deutsch – ivz

Die­ses Blog taugt ja schon des­we­gen nicht als IVZ-Watch­blog, weil wir – wenn über­haupt – nur den Ibben­bü­re­ner Lokal­teil lesen. Aber heu­te wink­te einem aus dem Recker Lokal­teil eine hüb­sche Stil­blü­te ent­ge­gen, an der kann man nicht so ein­fach vor­bei gehen.

Der amtie­ren­de Recker Bür­ger­meis­ter beschwert sich über die­sen ver­öf­fent­li­chen Satz der IVZ bezüg­lich der anste­hen­den Bür­ger­meis­ter­wahl:

Ein­zi­ge Chan­ce, dass der künf­ti­ge Rat­haus­chef nicht Eck­hard Kel­ler­mei­er heißt: Es gibt am 13. Sep­tem­ber mehr Nein- als Ja-Stim­men.

Der Begriff „Chan­ce“ kön­ne als „Glücks­fall“ oder „güns­ti­ge Mög­lich­keit“ ver­stan­den wer­den, refe­riert die IVZ den Bür­ger­meis­ter und ant­wor­tet ohne Namen des Ver­fas­sers:

Dazu stellt das Medi­en­haus fest: Das Wort „Chan­ce“ wur­de als Syn­onym für „Mög­lich­keit“ und damit völ­lig wert­frei ver­wen­det.

Das ist inter­es­sant, denn die­se Ver­wen­dung ist nicht so, wie der Begriff „Chan­ce“ im Deut­schen und Fran­zö­si­schen her­kömm­lich ver­wen­det wird. Im Fuss­ball­deutsch gibt es die Rede­wei­se, man kön­ne „aus kei­ner Chan­ce ein Tor machen“, und damit ist die her­kömm­li­che Ver­wen­dung des Begriffs durch­aus getrof­fen: Sowohl Wiki­pe­dia als auch der Duden bezeich­nen den Begriff „Chan­ce“ als „güns­ti­ge Gele­gen­heit der Errei­chung eines Ziels“.

Nun ist es der IVZ unbe­nom­men, Begrif­fe in ihren Tex­ten anders zu ver­wen­den, als das im Deut­schen her­kömm­li­cher Wei­se getan wird. Aber da wäre es für den Leser schon hilf­reich, wenn das gekenn­zeich­net wäre.

Abge­se­hen davon ist ganz lus­tig, wie falsch der kri­ti­sier­te Satz ist: Der Umstand, dass der Kan­di­dat nicht genü­gend Stim­men für den Sieg bei die­ser Wahl bekommt, bei Lei­be nicht die ein­zi­ge Mög­lich­keit, wodurch er nicht künf­ti­ger Bür­ger­meis­ter Reckes ist. Zudem ist Der 13. Sep­tem­ber auch in Recke kein not­wen­dig letz­ter Wahl­tag bezüg­lich der Bür­ger­meis­ter­wahl, durch den der ein­zi­ge Kan­di­dat zum Bür­ger­meis­ter gewählt wer­den könn­te.

Der Satz müss­te also ver­ständ­li­cher aus­ge­drückt hei­ßen:

Am 13. Sep­tem­ber gibt es die Mög­lich­keit, Eck­hard Kel­ler­mei­er nicht zu wäh­len.

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Einbruch in die Kreissparkasse Mettingen

Ich stö­be­re ja ger­ne in ver­gan­ge­nen Zei­ten. Für Ibben­bü­ren gibt es da schon ein Wiki, aber auch der Alt­kreis birgt inter­es­san­te Geschich­ten:

In Met­tin­gen gab es man eine Kreis­spar­kas­se und dort 1972 einen auf­se­hen­er­re­gen­den Ein­bruch, bei dem mit einem Dia­mant­kern­bohr­ge­rät eine Wand geöff­net wur­de und 365.000 DM erbeu­tet wur­den. Zustän­dig war damals die Kri­mi­nal­po­li­zei Teck­len­burg („Die Kri­po fragt also: Wer hat in letz­ter Zeit Puten­keu­len ver­kauft?“).

Der Fall wur­de nach der Aus­strah­lung des Falls in Akten­zei­chen xy … unge­löst geklärt.

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Burgfunk #2: Alexander Klaws und Sascha Krebs

Alexander Klaws und Sascha Krebs


Zwei­ter Burg­funk mit DSDS-Sie­ger Alex­an­der Klaws und dem Sie­ger der Her­zen Sascha Krebs.
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